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Mein Kommentar: Bangkok, Stadt der Engel

2015) In der Tat: Bangkok trägt den thailändischen Namen Krung Thep. Der bedeutet: Stadt der Engel. Die Engel, so könnte man meinen sieht man noch heute. Es gibt in der Stadt auch diverse Teufelchen. Eines ist sich der Verkehr, der Lärm, die Abgase. Einst war es ein Dörfchen am Chao Phraya Fluss, dann machte es König Rama I. 1782 zur Hauptstadt von Siam, wie Thailand damals hieß. Nunmehr seit mehr als 200 Jahren Hauptstadt, eine Stadt, die anders ist und schon immer war. Früher ein verlässliches Tor nach Asien, heute, nachdem sich Chinas Städte verstädtern eine wüst-romantische Pforte. Übrigens Bangkok wurde niemals von Kolonialmächten erobert, besetzt oder infiltriert. Bangkok ist auch heute noch frei im Denken und im Wuchern.

Auf den ersten Blick: Märchenhafte Tempel, großzügige Paläste, attraktive Hochhauskulissen. Aber auch stinkende Kanäle, grauenvoller Verkehr. Aber 11 Millionen Menschen-Bevölkerung, die der Stadt den einzigartigen Reiz vermitteln: faszinierend, lebendig, wahnsinnig, charmant, vibrierend. Das großartigste an Bangkok sind die Menschen. Das ist der Grund, dass man Thailand auch als Land des Lächelns bezeichnet. Lächeln hat einen hohen Stellenwert im Leben der Thais. Es zeigt Freundschaft und Vergnügen, ja es gilt sogar als Entschuldigung, oder man versteckt dahinter seine Verwirrung vor dem seltsamen Benehmen der Fremden. Daher sollte man auch selbst, als Besucher, immer lächeln und mit sanfter Stimme zu einem Thai sprechen. Aber man darf nicht vergessen, dass das Lächeln der Thais auch zur Fratze werden kann. Zwischen Land- und Stadtbevölkerung entladen sich manchmal die Spannung voller Gewalt. Auch die Geschichte des Landes war weder gewaltlos noch harmonisch. Nur der König steht über allem.

Der Chao Phraya ist heute noch die Lebensader der Stadt. Man besteigt für ein paar Cent eine der Fähren, die die Menschen flussaufwärts und flussabwärts befördern. Eine gute Stunde kann die Fahrt dauern. Und die Stadt gleitet an einem vorbei. Man sieht Wolkenkratzer, Fluss-Villen, Märkte, Restaurants, Armensiedlungen und natürlich viele Tempel. Das Klappern der Kassenbüchsen wird zum Begleitrhythmus. Wir tauchen ein in das Bootschaos auf dem Fluss, vertrauen dem Schiffsführer, der mit stoischer Ruhe sein Boot manövriert. Am Ufer gleitet das Stadtleben dahin, Lärmwellen kämpfen mit dem Motorenlärm der Schnellboote. Duftnoten gehen vom Fluss aus und manchmal von Feuerstellen am Ufer. Irgendwann wird man vom Boot auf das Land wechseln. Von dem festen Boden unter den Füssen kann man nun den Lebenswillen des Flusses bestaunen. Solange das Wasser des Chao Phraya fließt, wird auch das Leben in Bangkok pulsieren.

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